![]() „Es ist durchaus üblich, dass Regierungen auf der ganzen Welt
Gästehäuser betreiben. In modernen Zeiten kommt es zwar seltener zu
Übernachtungen ausländischer Staats- und Regierungschefs. Aber auch
für Gespräche in einer persönlicheren Atmosphäre werden Gästehäuser
wie das "Camp David" in den USA benötigt. |
Das Hauptgebäude Schloss Meseberg besteht aus drei Etagen. Im
Erdgeschoss befinden sich zwölf unterschiedlich große
Repräsentationsräume, so zum Beispiel die Bibliothek, das
Kaminzimmer und das berühmte Prinz-Heinrich-Zimmer. Hier - so wird
vermutet - wohnte der Prinz, wenn er bei seinem Geliebten zu Gast
war.
Neben Küchen- und Lagerräumen befindet sich im Kellergeschoss vor
allem eine gemütliche Weinstube. Das Obergeschoss besteht aus vier
geräumigen Suiten, die als Wohnraum für die jeweiligen Gäste zur
Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Gebäude auf
und außerhalb des Grundstücks. Um neben den Staats- und
Regierungschefs auch die Begleitungen unterbringen zu können, gibt
es zwei Delegationsgebäude mit jeweils zwölf Appartements. Außerdem
existieren ein Gebäude für Pressekonferenzen, eines für die
Bundespolizei, sowie ein Restaurant.
Nicht nur das Hauptgebäude von Schloss Meseberg ist einen Blick
wert. Auch der das Schloss umgebende barocke Parkbereich und die
Lage am See bieten den Staatsgästen einen erholsamen
Aufenthalt.
Barockpark und Grünflächen, Gartenpavillon auf künstlich
aufgeschüttetem Hügel von 1740, terrassenförmig zum See
hinabsteigende Parkanlage.
Schloss Meseberg verfügt über drei Nebengebäude: das Delegations-
und Unterkunftsgebäude sowie das Kastellanhaus. In der barocken
Parkanlage lädt ein Gartenpavillon zum Verweilen ein, die "Maison
de Plaisir".
Der Plan, das Anwesen als Kultur- und Tagungszentrum der
Akademie der Wissenschaften der DDR zu nutzen, wurde aus
finanziellen Gründen nie verwirklicht. Stattdessen fiel das Schloss
nach der Wende ungenutzt in den Besitz des Bundeslandes
Brandenburg. 1995 erwarb es schließlich die
Messerschmitt-Stiftung.
Als größte private deutsche Denkmalschutzorganisation widmet sich
diese seit den Siebziger Jahren erfolgreich der "Pflege und
Erhaltung deutscher Kunst- und Kulturdenkmäler". Während der
folgenden zehn Jahre sanierte und restaurierte die Stiftung das
Schloss mit großem Aufwand denkmalgerecht für 25 Millionen
Euro.
2004 fiel dann schließlich die Entscheidung, Schloss Meseberg als
Gästehaus der Bundesregierung zu nutzen. Nach der Installation von
moderner Konferenz- und Sicherheitstechnik erfolgte 2007 die
Schlüsselübergabe an Thomas de Maizière, den Chef des
Bundeskanzleramts.“
Im Rahmen der Sanierung der Fassade wurden wir mit der Lieferung von 2 St. Unterflurdrehtürantrieben für die doppelflüglige Tür vom Gartensaal zur Freitreppe in den Garten beauftragt. Diese ermöglichen ein „unsichtbares“ Öffnen der historischen Holztür während eines Banketts im Hauptsaal des Schosses. Nach dem Durchschreiten der Tür stellen sich die Staatsgäste und Ihre Gastgeber zu den berühmten Gruppenfotos auf.
Quelle: Presse und Informationsamt der Bundesregierung, leicht gekürzt
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